Unternehmenskommunikation 2.0 bei der Volkswagen AG

Christina Schlichting, Leiterin für Personalprozesse und Prozessintegration bei der Volkswagen AG, setzt sich seit ca. 1 Jahr inhaltlich sehr stark mit dem Thema Web 2.0 auseinander. Ihr Bereich ist in der Konzern IT angesiedelt und bedient die Bereiche Personal und Kommunikation.
Aktuell werden bei VW diverse Web 2.0-Anwendungen gelauncht: ein Unternehmensblog wird eingeführt, die Mitarbeiterplttform VW connect, aber es werden auch neue mobile devices wie das iPad im Einsatz erprobt. In diesem Interrview spricht sie mit uns über die Anforderungen an diese neue technische Infrastruktur, an deren Implikationen für die tägliche Zusammenarbeit im Team und auf Führung.

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Thomas Sattelberger und Prof. Peter Kruse über Enterprise 2.0

Thomas Sattelberger, Personalvorstand und Arbeitsdirektor der Deutschen Telekom AG und Prof. Dr. Peter Kruse, keynote speaker bei den diesjährigen Petersberger Gesprächen, Geschäftsführer der nextpractice GmbH haben sich im Juli zu einem mehrstündigen Gespräch zum Thema “Enterprise 2.0 meets HR” getroffen.

Das unten angefügte Video fasst die Highlights des Gespräches zusammen.

Um gleich mit einer Überraschung zu beginnen: für beide sind die Ideen hinter dem heutigen Konzept des Enterprise 2.0 im Kern eigentlich “alter Wein in neuen Schläuchen”:
Die Vernetzung von Mitarbeitern inner- und außerhalb des Unternehmens, das Ermöglichen intensiver Kollaboration und ungehindertem Wissens- und Informationsaustausch zählen schon immer zu den Kernthemen der Personalarbeit, auch wenn sie im Unternehmensalltag noch allzuoft nicht die nötige Beachtung finden.
Mit dem Web 2.0 ist nun aber in den letzten Jahren ein technischer Treiber entstanden, durch den die alte Idee der Vernetzung zur Nutzung der kollektiven Intelligenz relevanter wird denn je. Ein altes Thema der HR`ler rückt somit in Unternehmen in den Mittelpunkt strategischen Handelns. Der Druck auf die Systeme wächst, niemand kann es sich mehr erlauben, das Thema zu ignorieren.

Zu den Personen:

Thomas Sattelberger, Personalvorstand und Arbeitsdirektor der Deutschen Telekom AG. Seine Karriere führte ihn – stets im Personalbereich – von Daimler über MTU, DASA, Lufthansa und Continental. 2007 kam er als Personalverantwortlicher in den Vorstand der Deutschen Telekom AG. Er gilt als einer der “innovativsten Personalführer” und treibt heute den Wandel der neuen Telekom konsequent für 260.000 Mitarbeiter weltweit voran.

Professor Peter Kruse, Honorarprofessor für Allgemeine und Organisationspsychologie an der Universität Bremen sowie Geschäftsführer der Nextpractice GmbH widmet sich in seinen interdisziplinären Forschungen vor allem der Nutzung von kollektiver Intelligenz zur Förderung wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Entwicklungsprozesse. Besonderes Augenmerk legt der anerkannte Querdenker dabei auf die Auswirkungen der Netzwerkkultur auf die Gesellschaft.

Die Ergebnisse dieses Gesprächs werden unter anderem auch auf einer OnlinePlattform unter HR´lern diskutiert. Wenn Sie auf dieser speziellen HR Online-Plattform mit diskutieren möchten und in einem Unternehmen im Bereich HR tätig sind, dann senden Sie bitte eine Email an
ulrike[at]ulrikereinhard[dot]com
Wir lassen Ihnen dann eine Einladung zukommen.

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Unternehmenswerte = Markenwerte

Hermann Demmel, Referent bei den Petersberger Gesprächen 2010 und verantwortlich für Personalentwicklung bei der Sportscheck GmbH in Muenchen, berichtet in diesem Interview über seine Erfahrungen und Vorstellungen mit Enterprise 2.0 im Rahmen der Personalentwicklung. Dabei zeigt er auf, dass sowohl Fragen der Unternehmens- und Markenkultur als auch der internen Personalentwicklung zwei Seiten von ein und derselben Medaille sind. Zwei Fragen bildeten den Ausgangspunkt zur Entwicklung dieses neuen Ansatzes, der bei Sportscheck seit 2005 verfolgt wird: Wie kann die eigene Marke neu positioniert werden und wie kann gleichzeitig die Leistungsfähigkeit der eigenen Organisation durch eine Verbesserung der internen Kommunikation mittels Web 2.0-Anwendungen gesteigert werden? Dazu wurde die Kundenwahrnehmung mit der Eigenwahrnehmung der Mitarbeiter verglichen. Die Frage „Was verbinden eigentlich die Mitarbeiter mit der eigenen Marke?“ wurde in einem Web 2.0-gesteuerten Kommunikationsprozesses intern diskutiert. Auf diese Weise erfolgte eine „Vergemeinschaftung“ der unterschiedlichen Wertvorstellungen der Mitarbeiter und damit eine Identitätsbildung mit der eigenen Marke. Als Konsequenz dieses horizontalen und gleichberechtigten Diskussionsprozess zwischen den Mitarbeitern hatte sich das Management mit der Frage auseinanderzusetzen, wie das Spannungsfeld zwischen Hierarchie und Heterarchie, das auch in Zukunft bestimmend für Unternehmen bleiben wird, neu austariert werden muss. Wie muss aber auch die Personalentwicklung des Unternehmens auf die Markenidentität ausgerichtet werden damit man sowohl in der externen als auch in der internen Kommunikation der „unglaublichen Schwingfrequenz“ im Netz in authentischer Weise gerecht werden kann?

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Ohne top-down kein bottom-up

Stephan Grabmeier steuert und vernetzt bei der Deutschen Telekom AG strategische Kulturinitiativen für den Wandel in der Unternehmenskultur. Vor knapp einem Jahr hat er damit begonnen, die Enterprise 2.0 Inseln innerhalb des gesammten Telekom Konzern zu analysieren und zusammen zu führen, um diese nun mit der Unterstützung des Vorstandes auf die strategische Ebene der DT AG zu heben. Denn – so seine Erfahrung des letzten Jahres – ohne das klare Committment von “oben” lässt sich keine Kulturänderung herbeiführen. Bottom-up hat klare Grenzen. Denn bei Enterprise 2.0 handele es sich nicht nur um die bloße Einführung und Nutzung von Web- und Social-Media-Tools, wie z. B. Facebook. Vielmehr sei damit ein grundlegender Wandel der Unternehmenskultur verbunden. Denn wie kommt man innerhalb eines Konzerns zu einer kollaborativen Kultur? Wie kann die Schwarmintelligenz der Vielen im Netz zur Optimierung der eigenen Produktionsprozesse nutzbar gemacht werden und wie kann die Demokratisierung des Unternehmens vorangetrieben werden? Angesichts dieser grundlegenden Aspekte von Enterprise 2.0 äußert sich Stephan Grabmeier auch zu der Frage, ob es für einen Konzern wie die Deutsche Telekom mit rund 260.000 Mitarbeitern in 52 Ländern überhaupt eine konzernweit einheitliche Enterprise 2.0-Strategie geben kann: Für welche Unternehmenseinheiten und welche spezifischen Wertschöpfungsketten macht der Einsatz von Enterprise 2.0-Formen Sinn und in welchen Bereichen sollte auch in Zukunft auf konventionelle Ansätze zurückgegriffen werden? Wenn aber die grundsätzliche Entscheidung zur offensiven Nutzung von Enterprise 2.0-Ansätzen getroffen ist, dann müssen zwei Fragen beantwortet werden: Wie kann neben der Definition von neuen Wachstumsfeldern in einem fallenden Markt nicht nur eine Wachstumsstrategie, sondern auch eine Wachstumskultur fest im Unternehmen verankert werden? Gleichzeitig müssen sich die Enterprise 2.0-Verantwortlichen fragen: Wie kann diese neue Kultur so authentisch vorgelebt werden, dass auch die betreffenden Einheiten, Abteilungen, Teams und Vorstandsbereiche entsprechend mitziehen?

In diesem Interview erzählt Grabmeier über seine Erfahrungen im vergangenen Jahr und erläutert die next steps der Deutschen Telekom AG hin zum Enterprise 2.0:

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Lead the Future – Change Management bei der T-Systems Austria

Max Schaffer leitet seit 2005 den Bereich ICT Operations bei der T-Systems Austria. Er wird bei den diesjährigen Petersberger Gesprächen sein Change Management Programm “Lead the Future” vorstellen – ein mehrstufiges Führungskonzept, das zum einen eine organisatorische Umstrukturierung begleitete und weit darüber hinaus die Effizienz seines über 400 Personen starken Teams um jährlich 10% wachsen liess.

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Enterprise 2.0: practical and traditional

Die 2. Keynote auf dem diesjährigen Petersberg wird Lee Bryant, Mitbegründer und Direktor von headshift, London, halten. Lee ist Brite (unschwer zu hören) und deshalb ist das Interview und dann natürlich auch sein Vortrag in englisch.

Lee focussed in this interview particularly on the practical and traditional “sides” of Enterprise 2.0: Companies adopting social technology to refresh corporate IT systems are finding it to be more practical and more business-focused than expensive legacy systems. But despite the new ideas embodied by E2.0, arguably its greatest benefit is that it plays to the traditional strengths and entrepreneurial values that allowed us to build successful businesses in the first place. This talk will look at some of the emerging use cases for E2.0 and consider its impact of the design of Twenty-First Century organizations.

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Transparenz und Vertrauen sind der Schlüssel zum Erfolg im Enterprise 2.0

Prof. Dr. Gunther Olesch, Geschäftsführer der PHOENIX CONTACT GmbH, ist langjähriger Gast auf dem Petersberg, In diesem Jahr kann er leider nicht dabei sein, aber er war so freundlich und hat uns ein ausführliches Interview gegeben.

In unserem Gespräch ging es um die Unternehmenskultur der PHOENIX CONTACT GmbH. Transparenz und Vertrauen seien – so Prof. Olesch – die Schlüsselfaktoren für ein erfolgreiches Enterprise 2.0.

Wenn Sie diesen Ansatz vergleichen mit dem der Synaxon AG (siehe unser Interview mit dem CEO Frank Roebers), dann werden Sie feststellen, wie unterschiedlich Enterprise 2.0 gesehen wird. Es sei mir die Frage erlaubt, wie die Situation der PHOENIX CONTACT GmbH unter Zuhilfenahme von Blogs, Wikis usw. im Jahre 2009 und darüberhinaus verlaufen wäre?

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BOTTOM LINE Impacts of Enterprise 2.0

Frank Roebers, CEO der Synaxon AG ist bei den diesjährigen Peterberger Gesprächen Referent und wird uns seine Erfahrungen zum o.g. Thema vorstellen. In der vergangenen Woche haben wir mit Frank Roebers sehr ausführlich zu diesem Thema gesprochen. Das Video steht Ihnen hier zur Verfügung. Sollten Sie Fragen, Anregungen oder Bemerkungen zu unserem Interview haben, dann kommentieren Sie einfach unten bei der Kommenarfunktion.

Ich denke seine Aussagen sollten alle Unternehmer und Manger zumindest zum Nachdenken anregen … “Gleiche Mitarbeiter-Zahl wie 2005, nur 3 mal so viele Partner, 4 mal soviel buchbare Leistungen für die Partner und 25% der Mitarbeiter arbeiten zusätzlich zu ihrer regulären Arbeit an einem neuen Thema!”

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Kurze Zusammenfassung:

- Erfordernis der Reorga 2006, klassische Aufbauorga zeigte erhebliche Schwächen und wurde teuer. Bevorzugt: Matrixorganisation mit 3 verschiedenen Arten von Führung

- Was ist E2.0 bei der Synaxon AG?
Nutzung von Web 2.o Werkzeugen zunächst Wikis und Blogs, später Mikroblogs, IM, Social Networks
unter Verwendung der wesentlichen Prinzipien offener Projekte: jeder kann alles sehen, jeder kann alles ändern, jede Änderung gilt sofort, grundsätzlicher Rückzug auf Vetorecht für Führungskräfte, Freigaben als Ausnahme, Betriebsgeheimnisse als Ausnahme

- Wiki wurde zu dem zentralen Werkzeug des Unternehmens:Information, Ersatz des Intranets, Kollaboration, Projekte, Prozesse, Innovationstreiber und hilfreich zum “Aufdecken” neuer Organisation

- Produktivitätssprung: quantitativ und qualitativ

- erhebliche Arbeitsentlastung der Führungskräfte und Geschwindigkeitszunahme

- Einarbeitungszeiten neuer Kollegen haben sich erheblich verkürzt. Neue Mitarbeiter sind nun bereits nach 4 Wochen produktiv, das hat vorher 6 Monate gedauert

- Effizienzgewinne bei Besprechungen: Themenwünsche stehen vorher im Wiki, 78-80% der Themen erledigen sich dadurch vor Beginn der Besprechung

- wichtige strategische Projekte werden nun auch mit Partnern voll transparent gehalten. Beispiel Onlinehandel: Mitwirkung und hohe Apkzeptanz

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