Albert Schmitt

ist Manager, Musiker, Referent und Autor. Sein musikalisches Talent wurde früh entdeckt, er war unter anderem Bundespreisträger des Wettbewerbs „Jugend musiziert“ und Stipendiat der Europäischen Gemeinschaft. Sein Musikstudium, das er 1989 mit Orchesterdiplom im Fach Kontrabass abschloss, war eine logische Konsequenz. Gleichzeitig absolvierte er das erste Staatsexamen für das Lehramt in der Sekundarstufe II. Der studierte Kontrabassist, Dirigent, Musikwissenschaftler und Pädagoge wurde 1986 Gesellschafter der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, 1995 PR-Manager und 1997 General Manager. Seit 1999 ist er Managing Director der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen. Unter seiner Leitung erfolgte die strategische Neuausrichtung der Kammerphilharmonie, der Umbau des Orchesters zum Unternehmen und letztlich der Aufstieg in die Weltspitze. Den Erfolg belegen zahlreiche Preise, u. a. der Ehren- und Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik, diverse Echo Klassik sowie der Deutsche Gründerpreis in der Kategorie „Sonderpreis für besondere unternehmerische Leistungen“ und der zukunfts:award. Als Co-Autor des Buches „Hochleistung braucht Dissonanz“ ist er ein gefragter Referent und berät neben namhaften Orchestern im In- und Ausland auch Institutionen aus Wirtschaft, Politik, dem Bildungs- und Gesundheitswesen, Kirche sowie der Wissenschaft. Sein jüngstes Projekt ist die Entwicklung eines Zukunftslabors, unter dessen Dach die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen die gesellschaftliche Relevanz eines klassischen Klangkörpers im 21. Jahrhundert neu definiert.

Referent der Petersberger Gespräche 2013


Die Kraft der Dissonanz: Mit ganzheitlichem Ansatz zum Hochleistungsteam

Folgt man führenden Vertretern aus Trendforschung, Human Ressources, Unternehmensorganisation oder den Neurowissenschaften, so kann Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen als Modell für ganzheitliches Management dienen und damit für eine Herangehensweise, die den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts besonders gut gewachsen ist. Ganzheitliche Konzepte innerhalb von Organisationen tatsächlich auch umzusetzen, gehört mit zu den schwierigsten Aufgaben innerhalb eines zukunftsfähigen Managements. Es erfordert den Mut, in Mitarbeiterführung und Teaming neues Terrain zu betreten und in Dissonanzen, Oppositionspaaren sowie multiplen Managementperspektiven zu denken. Es bedeutet, das Gegensätzliche zusammen zudenken und es ergebnisorientiert und zielführend umzusetzen. Der ganzheitliche Weg ist ein schwieriger, aber lohnender Weg. Er erscheint ohne Alternative, wenn es darum geht, das Potential Einzelner zu entwickeln, sie zu Hochleistungsteams zu verschmelzen und so unisono Spitzenleistungen zu erreichen.