Prof. Dr. Tomas Sedlacek

ist der Chefökonom der CSOB Bank, der größten tschechischen Bank, doziert an der Charles Universität in Prag und ist Mitglied des nationalen Wirtschaftsrats. 2001 promoviert er in theoretischer Wirtschaftswissenschaft an der Fakultät für Sozialwissenschaften an der Charles Universität und schließt dort mit drei Prädikatsexamen ab. Für seine Masterarbeit zu dem Thema „Die Moral des Homo Oeconomicus“ erhält er den Dekanatspreis der Sozialwissenschaftlichen Fakultät. Von 2001 bis 2003 ist er als Berater von Vaclav Havel tätig, dem ersten tschechischen Präsidenten nach dem Ende des Kommunismus. Im Anschluss wird er nichtpolitischer Berater für den Finanzminister für makroökonomische Fragestellungen und 2006 Chefökonom der CSOB Banking Group. Er spezialisiert sich auf die Einführung des Euros, die Finanzkrise, den Finanzplan, Steuern und weitere Reformen. 2009 wird Sedlácek in das Beratungsgremium des tschechischen Ministerpräsidenten berufen, um die Finanzkrise zu bewältigen und Strukturreformen zu veranlassen. Sein 2009 veröffentlichtes Buch über die Philosophie, Ethik und Geschichte der Wirtschaft „Ekonomie dobra a zla“ (dt. 2012 „Die Ökonomie von Gut und Böse“, Deutscher Wirtschaftsbuchpreis 2012) wird ein weltweit diskutierter Bestseller. 2013 erscheint „Bescheidenheit - für eine neue Ökonomie“. Zusammen mit dem Mathematiker David Orrell kritisiert er den blinden Glauben vieler Ökonomen an mathematische Modelle, die offensichtlich nichts taugen und uns ins Verderben geführt haben.

Referent der Petersberger Gespräche 2013


Shall we really go for the feasible? Prosperity–without growth?

„Our deepest fear is not that we are inadequate. Our deepest fear is that we are powerful beyond measure. It is our light, not our darkness that most frightens us.“ (Marianne Williamson) A man caught between animal and machine. Sins of emotion and sins of ratio. Technology as a servant, technology as a master. The backlash of creations–subject-object reversal in theology, technology, myths and science-fiction. What does science fear? Can we do everything (morally) that we can (technically) or is it more according to „if you can, then you must“? More specifically, how does the crisis of growth-capitalism affect our faith in the pursuit of new and/or better products per se? Is economy (and democracy!)–within our system of market economy–possible without growth? Is growth and the belief in its necessity as a driving force for the wellbeing of our community (prosperity) really just a mere construct? Are there alternatives to growth and the “Insatiability of Capitalism”? And for how long will economy sustain without growth? How should the government and the company behave to tame it‘s manic-depressive tendencies?